Würth Elektronik ICS sorgt mit lötfreier Steckverbindung für Marktinnovation SKEDD - „Weniger ist mehr“

Würth Elektronik ICS GmbH & Co. KG bringt eine neue elektrische Verbindungstechnik auf den Markt, die neue Maßstäbe für die Kontaktierung auf der Leiterplatte setzt und das Potenzial hat, die Steckverbinder-Branche nachhaltig zu verändern.

Bei der Technologie mit dem Namen SKEDD handelt es sich um eine lötfreie Direktsteck-Verbindung für Leiterplatten. Sie ermöglicht Einzelkabel, Steckverbinder und andere Komponenten direkt, das heißt ohne ein Adapterteil mit der Leiterplatte zu verbinden. Die spezielle Form des SKEDD Kontaktes und der Verriegelungsmechanismus des SKEDD-Gehäuses gewährleisten eine sichere elektrische und mechanische Verbindung. Somit wird mit SKEDD eine Systemvereinfachung durch Weglassen einer Verbindungsebene bei mindestens gleicher Funktionalität, mindestens gleicher Qualität und einfacherer Handhabung erreicht.

Warum SKEDD?

Kein elektrisches oder elektronisches System kommt heute ohne Steckverbindungen aus. Gleichzeitig ist aber aus der Pannenstatistik der führenden PKW-Hersteller bekannt, dass Kontaktierungsfehler nach wie vor zu den häufigsten Ausfallursachen gehören. „Angesichts der enormen wirtschaftlichen und technischen Bedeutung dieser Verbindungstechnik haben wir uns das Ziel gesetzt, eine einfachere und damit robustere Verbindungslösung bereitzustellen. Da wir durch unser Geschäftsmodell seit vielen Jahren leiterplattenbasierte Verbindungslösungen entwickeln und deren Schwachstellen kennen, war die Maßgabe: Vereinfachen durch Weglassen“, erläutert Dr. Klaus Wittig, Geschäftsführer der Würth Elektronik ICS.

Die Vorteile der SKEDD Technologie überzeugen durch die enormen Einsparungspotenziale und die Eliminierung von möglichen Fehlerquellen in Kombination mit einer Qualitätsoptimierung. Durch den Einsatz der SKEDD Steckverbinder entfällt eine komplette Verbindungsebene. Bis zu 50% Materialkosten und bis zu 30% Prozesskosten können dadurch eingespart werden. Die Bauhöhe und das Gewicht der Gesamtlösung werden geringer und die Montage wird wesentlich einfacher, da die Steckverbinder von Hand mit der Leiterplatte verbunden und wieder gelöst werden können. Auch Board to Board Steckverbindungen sind mit SKEDD möglich und werden bereits in diversen Applikationen praktiziert. Das enorme Reduktionspotenzial von Material und Prozessen macht zudem außergewöhnliche Lösungen möglich, die bisher auf konventionellem Weg gar nicht realisierbar waren.

Mit der Adapterebene entfällt ebenfalls eine elektrische Schnittstelle. Damit reduziert sich der elektrische Übergangswiderstand signifikant. Die Erwärmung des Gesamtsystems ist geringer und durch Eliminierung einer potenziellen Fehlerquelle sicherer.

Schließlich ist SKEDD eine grüne Technologie: Die Steckverbinder sind wiederverwendbar, einfach zu recyceln und kommen ohne Chemikalien und geringen Energieverbrauch im Herstellungsprozess aus.

SKEDD funktioniert!

Die SKEDD Technologie wurde umfassend in akkreditierten Labors qualifiziert. Dabei standen vor allem die hohe elektrische Zuverlässigkeit, die einfache Handhabung sowie die mechanisch sichere Verbindung zwischen Steckverbinder und Leiterplatte im Fokus. Die Technologie wurde nach Automotive-Standards geprüft, da diese die höchsten Anforderungen darstellen. Parallel dazu wurden durch Kunden Benchmark-Tests durchgeführt, um objektive und glaubwürdige Resultate zu erhalten. Die bisher erbrachten Nachweise und Erfahrungen bestätigen, dass SKEDD alle technischen Anforderungen an eine industrietaugliche Steckverbindung erfüllt, und in Einzelfällen sogar übertrifft. Dies bestätigt auch René F. Oberhänsli, der Geschäftsführer der S-Tec electronics AG, des Schweizer Herstellers von LED Beleuchtungen und Steuerungen: „Zusammen mit Würth Elektronik ICS haben wir die SKEDD-Technologie für die Verbindung von LED-Leiterplatten entwickelt. Die herausragenden Merkmale in der Anwendung sind die minimale Höhe, die schlanke Abmessung, die hohe Stromtragfähigket und die lötfreie Verbindungstechnik. So werden LED-Streifen ohne störende Schatten miteinander verbunden. In den Beleuchtungsprodukten von eigerLight hat sich die neue Technologie schon bestens bewährt.“

SKEDD geht nahezu überall!

Das Anwendungsspektrum für SKEDD ist groß. Es reicht vom Automotive-Bereich über die breiten Felder in der Industrieelektronik – hier vor allem in der Automatisierung oder in der Solarindustrie – bis hin zur Telekommunikation, bei Haushalts- und Küchengeräten oder in der Unterhaltungselektronik.

SKEDD bietet eine Alternative für viele gängige Verbindungslösungen verschiedenster Anwendungskategorien wie Hochstrom-Steckverbinder (Automotive und Non-Automotive), Signal-Steckverbinder (niedrig- und hochpolig), Board-to-Board-Verbinder (vertikal, horizontal, gewinkelt), Flachbandkabel, oder sogar der Montage von Komponenten auf Leiterplatten (z.B. Sicherungen, Relais, LED – direktes Stecken der Komponenten anstatt Löten!)

Aktuelle Entwicklung und Zukunftspotenzial

„Seit Anfang 2012 sind wir mit unserer Technologie systematisch auf den Markt gegangen, um Referenzprojekte bei meinungsbildenden Kunden zu gewinnen. Mittlerweile haben wir mehr als 50 aktive Entwicklungsprojekte und sind bei führenden Herstellern unserer Fokusbranchen in der realen Felderprobung. Ebenso laufen bereits Serienanwendungen bei Kunden in den Branchen Automotive und Industrieelektronik“ – erzählt Bereichsleiter Stephan Christ.

Die bisherigen Erfolge und Erfahrungen fließen gegenwärtig in die Entwicklung von Standard-Steckverbinder-Familien ein, mit denen wir den Einstieg in den Massenmarkt beabsichtigen. Dieser Vermarktungsschritt erfordert jedoch die strategische Kooperation mit den etablierten Steckverbinder-Herstellern. „Durch meinungsbildende Kunden sowie eine flankierende Lizenzierungsstrategie möchten wir den Marktzugang beschleunigen.

Über Würth Elektronik ICS GmbH & Co. KG

Würth Elektronik ICS wurde 1984 als Unternehmensbereich Elektromechanische Baugruppen innerhalb von Würth Elektronik entwickelt. 1995 wurde der Firmensitz nach Öhringen verlagert. 2001 kam ein weiterer Produktionsstandort im benachbarten Pfedelbach dazu. Heute beschäftigt die Würth Elektronik ICS Gruppe an seinen Standorten in Hohenlohe, Frankreich und USA etwa 230 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 41 Mio. Euro im Jahre 2012. Auf dem Markt hat sich Würth Elektronik ICS als Systemlösungsanbieter für die Signal- und Leistungsverteiler, elektronische Steuerungen sowie Anzeige- und Bedienfelder für Automotive Bereich und Industrie positioniert. Der Unternehmensbereich Printed Electronics fokussiert seine Tätigkeit auf die Entwicklung und Herstellung von Systemlösungen für gedruckte Sensoren und Elektronik. Der Unternehmensbereich SKEDD bietet Lösungen für eine neue Form von Verbindungstechnologien für elektronische Baugruppen und Komponenten.

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